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Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus spendet Notfallkoffer an Herzsportgruppe
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SPEYER | Uebersicht Speyer
Donnerstag, den 01. März 2018 um 09:50 Uhr
Er wurde in Speyer bislang nicht benötigt, sollte aber in jeder Herzsportgruppe vorhanden sein: Ein Notfallkoffer. Dank einer großzügigen Spende des Diakonissen-Stiftungs-Krankenhauses verfügt die Gruppe, die sich einmal wöchentlich in der Salierschule trifft, nun über einen voll ausgestatteten Notfallrucksack mit Defibrillator und Sauerstoffgerät. Etwas skeptisch beäugten die Teilnehmenden bei der offiziellen Übergabe am 27. Februar die Geräte und vielfältigen Medikamente, konnten aber von Dr. Mathis Münchbach beruhigt werden: "Sie müssen sich mit den Medikamenten nicht auskennen, im Notfall werden sie vom betreuenden Arzt verabreicht", erklärte der Kardiologe der Praxis für Herz- und Kreislauferkrankungen in Speyer.

Er ist das Bindeglied zwischen der Gruppe und den Ärzten und koordiniert den Einsatz seiner Kollegen. "Die Anwesenheit eines Arztes während der Übungseinheiten ist vorgeschrieben", so Dr. Helmut Ofer, Allgemein- und Sportmediziner aus Dudenhofen, einer der betreuenden Ärzte.
"Die Teilnehmer unserer Herzsportgruppe nehmen außerdem einmal im Jahr an einem Erste-Hilfe-Abend für lebenserhaltende Maßnahmen bei Herz-Kreislauf-Notfällen der DRK teil", unterstreicht Rita Lorenz, erste Vorsitzende des Kneipp-Vereins, der die Trägerschaft der Gruppe 1989 übernommen hat. "Gegründet wurde die Herzsportgruppe in Speyer allerdings schon 1979" weist Klaus Meyer, seit 20 in der Gruppe aktiv und Ansprechpartner für Organisation und Neuanmeldungen, auf die langjährige Erfahrung in diesem Bereich des Reha-Sports hin.
Teilnehmen können Menschen mit einer chronischen Herz-Kreislauf-Erkrankung oder nach einem Vorfall wie zum Beispiel einem Herzinfarkt. "Die Patienten benötigen eine Verordnung von ihrem behandelnden Arzt, um an der Gruppe teilnehmen zu können", erklärt Dr. Harald Schwacke, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Kardiologie am Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus, der die Spende im Gesamtwert von 3.700 Euro initiiert hat. "Wenn Herzpatienten trainiert sind, können sie die Alltagsbelastungen besser bewältigen", betont er.
"Zum Training gehören neben Aufwärm- und Entspannungsphase Gymnastik, Ausdauer- und Koordinationstraining sowie Atemgymnastik", beschreibt Saskia Walter, eine von drei speziell ausgebildeten Übungsleiterinnen der Speyerer Gruppen, die sich dienstags zwischen 18 und 21 Uhr treffen. "Auch wenn in den Gruppen eine Belastungskontrolle stattfindet, dient der Notfallrucksack zusätzlich der Sicherheit unserer Teilnehmer", freut sie sich über die Spende.
Informationen unter www.kneipp-verein-speyer.de.
 

 

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