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"Durch Rücktritt aufrütteln": Wolfgang Seiler erhebt schwere Vorwürfe gegen Vorstandsmitglieder des Angelsport- und Fischzuchtvereins - Mitgliederversammlung fordert Restvorstand zum Rücktritt auf
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SPEYER | Uebersicht Speyer
Montag, den 05. März 2018 um 00:10 Uhr
"Es ist furchtbar, so ein Verhalten habe ich in 50 Jahren in meinem Verein, in unserem Verein, nicht erlebt." Eigentlich wollte Ludwig Seiler, Ehrenvorsitzender des Angelsport- und Fischzuchtvereins, sich nach eigenem Bekunden nicht zu Wort melden, aber das Verhalten des 2. Vorstands Klaus Schopp und der Schriftführerin Anja Rausch während der Mitgliederversammlung am Samstag in der neuen Vereinshalle im Binsfeld habe ihn zu dieser Stellungnahme veranlasst.

"Ich wollte den Verein mit meinem Rücktritt Anfang Februar aufrütteln, verdeutlichen, dass einiges nicht gut läuft." Wolfgang Seiler, der den Verein seit 2009 leitete, zuerst kommissarisch, hatte die Konsequenzen gezogen, dass sich der Ton im Vorstand vor allem von Seiten seines Stellvertreters immer mehr verschärft hatte. In seiner Stellungnahme, die durch eine aus den Reihen der etwa 80 Mitglieder beantragten Tagesordnungsänderung erst möglich geworden war, erhob er schwere Vorwürfe vor allem gegen Klaus Schopp. So sei er beispielsweise von einem angetrunkenen Vorstandsmitglied aufs übelste beschimpft worden, weil er auf die Einhaltung einstimmig beschlossener Regelungen bestanden habe. Trotz dieser Angriffe habe er weiter seine Verantwortung als Vorsitzender wahrgenommen: „Wir stehen unter Beobachtung von Umweltschützern und den Behörden, da können wir uns keine Verstöße erlauben.“
Als der ehemalige Gewässerwart Bernd Butz Vereinskollegen darauf angesprochen habe, dass sie gegen die Vorschriften verstießen, hätten ihm zwei mit körperlicher Gewalt gedroht. "Ich habe das im Vorstand angesprochen, allerdings nicht die nötige Rückendeckung bekommen", so Wolfgang Seiler.
Butz bestätigte die Gewaltandrohung gegen ihn im Mai 2017. Dass sein Angelkahn mit Müllsäcken gefüllt wurden sah er als Racheaktion an.
Wolfgang Seiler zeigte auch Fotos, auf denen nach seiner Einschätzung Tierquälerei durch Jugendangler zu sehen sei. Auch sei hingenommen worden, dass bei Jugendcamps geraucht wird, so sein Vorwurf an Jugendleiter Peter Jann. Auch dürfe es nicht passieren, dass Jugendliche längere Zeit sich ohne Aufsicht mit Booten auf dem Wasser aufhielten, auch noch ohne die eigens dafür angeschafften Schwimmwesten. Eltern hätten sich bei ihm darüber beschwert. "Ich kann nicht allein 40 Jugendliche im Auge behalten", verteidigte sich Jann.
Als besonders gravierend empfand Seiler das Ansinnen von Schopp, die Mitgliederliste zu bekommen um festzulegen, wem man eine Angelkarte geben soll und wem nicht: "Wir haben das nicht zu entscheiden, wir müssen alle gleichbehandeln, die sich nichts zuschulden kommen lassen", sagte er unter dem Beifall der Mitglieder.
Auch für Indiskretionen um den Ankauf eines weiteren Vereinsgewässers lastete der ehemalige Vorsitzende Rausch und Schopp an. Sie hätten diese brisanten Informationen an "Petri Heil" weitergegeben. Wie deren Vorsitzender Gustav Pade ihm bestätigte, man wolle mitbieten.
Eine besondere Rolle spielen in diesem Konflikt die sogenannten "Karpfenangler". Viele davon kommen aus der ganzen Region, sind keine Speyerer. Es war von einem "Verein im Verein" die Rede, davon, dass sie am liebsten das Ganze übernehmen würden, mit Unterstützung von Schopp.
Irritationen gab es auch darüber, dass der amtierende Vorsitzende Schopp keinen Rechenschaftsbericht vorbereitet hatte, obwohl er auf der Tagesordnung stand. Während einer Pause wurde dann irgendwie auf die Schnelle einer zusammengeschustert.
Da es im Zusammenhang mit der Verpachtung des Vereinslokals offen Fragen gab, wurde der Vorstand nicht entlastet.
Einstimmung wurde auf Antrag von Mitgliedern beschlossen, dass der Ältestenrat einen Termin für eine außerordentliche Mitgliederversammlung festlegt. Bis dahin sollten die Noch-Vorstandsmitglieder durch ihren Rücktritt den Weg zu einer umfassenden Neuordnung der Vorstandschaft freimachen. "Es geht um die Zukunft unseres Vereins", so der Ehrenvorsitzende. (ks/Foto: ks)
 

 

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